Drei dinge die man in Peschiera del Garda sehen sollte

Peschiera del Garda ist eine wunderschöne befestigte Stadt am südlichen Gardasee. Sie hat eine reiche Geschichte mit alten Traditionen und liegt an der Mündung des Flusses Mincio, dem einzigen Ausfluss des Sees.

Seit jeher Grenzregion ist Peschiera del Garda der ideale Startpunkt, um den wunderbaren südlichen Teil des Sees zu entdecken und ist leicht erreichbar.

Sie können in Peschiera mit dem Zug anreisen. Die Stadt verfügt über einen Bahnhof, der sich auf der Verbindungsstrecke Mailand-Venedig befindet.

……oder mit dem Auto über die Ausfahrt der Autobahn A4.

Wenn Sie stattdessen mit dem Flugzeug in Verona ankommen, ist Peschiera 23 km vom Flughafen entfernt.

Lieben Sie Fahrräder? Sie können in der Stadt über den Radweg ankommen, der ab Mantua entlang des Flusses Mincio verläuft. Ansonsten am See entlang über den Fußgänger- und Radweg, auf der westlichen Seite von Sirmione und auf der östlichen Seite von Garda.

Wenn Sie das Wasser bevorzugen, finden Sie am Hafen von Peschiera die Fährschiffe, die die Stadt mit den hauptsächlichsten Orten des Sees verbindet.

Jeder dieser Orte bietet unvergessliche Panoramablicke, die man nicht verpassen sollte. Genießen Sie die Schönheit in jedem Winkel.

Viele sind die Dinge, die man in Peschiera del Garda machen kann. Die beeindruckende Stadt am See bietet verschiedene architektonische und kulturelle Sehenswürdigkeiten und es gibt die Möglichkeit, vielen Tätigkeiten nachzugehen. Außerdem ist sie Schauplatz für viele Veranstaltungen.

Es folgt eine Liste von drei Dingen, die man in Peschiera del Garda nicht versäumen sollte.

1. Peschiera del Garda UNESCO Stadtmauer
2. Altstadt von Peschiera

Drei dinge die man in Peschiera del Garda sehen sollte
Credits: Franco Lanfredi

1. Peschiera del Garda UNESCO Stadtmauer

Eine der drei Dinge ist, die venezianischen Stadtmauern zu bewundern. Sie sind Teil der venezianischen Verteidigungsbollwerke des XVI. und XVII. Jahrhundert und sind auf der Liste des UNESCO-Welterbe aufgeführt

Dank ihrer strategischen Lage wurde Peschiera del Garda durch viele Herrschaften gekennzeichnet. Heute kann man die Spuren ihrer Geschichte sehen, wie in einem richtigen “Freilichtmuseum”.

Während der Bronzezeit Pfahlbaustätte, wurde es im ersten Jahrhundert v. Chr. eine Römer-Festung, die “Arilica” genannt wurde. Noch heute werden die etwa 10.000 Einwohner von Peschiera „Arilicensi“ genannt.

Im XIII. Jahrhundert wurde sie Sitz der Burg und der Scaligero-Festung. Unter der Herrschaft der Republik Serenissima hatte sie das Aussehen einer gemauerten Befestigungsanlage in Form eines Pentagons angenommen, so wie sie auch heute noch erscheint. Sie wurde im Jahr 2017, dank dieser Besonderheit, in der ganzen Welt als UNESCO-Welterbe berühmt.

Die Festung wurde ab dem XIV. Jahrhundert unter der Herrschaft der Scaligeri gebaut und umschloss die mittelalterliche Burg, die seinerzeit auf den römischen Fundamenten errichtet wurde.

Später wurde sie, unter der Herrschaft der Republik Venedig, durch den Zusatz von fünf Bastionen an den Ecken  der Befestigungsanlage, verändert und verstärkt.

Um diesen befestigten Komplex am besten zu bewundern, schlagen wir Ihnen einen Spaziergang zur Besteigung der verschiedenen Bastionen vor.

Peschiera del Garda UNESCO Stadtmauer

Beim Überqueren der Brücke von Porta Brescia, die über den rechten Flussarm des Mincio, der sogenannten Fossa Reale, führt, kann man rechts Bastione Feltrin und Bastione Tognon sehen. Während der letzten Jahre der Nutzung durch die habsburgische Armee fand auf dem Tognon ein optischer Telegraph seinen Sitz. Der erlaubte die Kommunikation der Stadt Peschiera mit der Festung von Pastrengo und der Kommandozentrale in Verona.

Wenn man auf die Bastione Querini steigt, hat man von dort eine wunderschöne Sicht auf den See und auf den Hafen, Eingang der Stadt für alle die Schiffe.

Bastione San Marco stattdessen ist ein sehr guter Strategie- und Aussichtspunkt zur Kontrolle des gleichnamigen Stadttors. Von hier kann man die Bastione Cantarane bewundern, die chronologisch zweite und südlichste der Festung. Darin befindet sich die Rocchetta, Sitz der Scaliger-Burg und die Überreste des alten römischen Turms auf der via Gallica. Zurzeit werden sie restauriert und können nicht besichtigt werden.

Eine einzigartige und faszinierende Weise, um die Befestigungsanlage zu entdecken, ist die Tour mit dem Boot. Mit der Abfahrt vom San-Marco-Platz dauert die Aussichtstour auf dem Wasser 30 Minuten und erlaubt, die ganze Festung von außen zu sehen.

Eventuell ist eine ähnliche Tour auch mit der Gondel, einem typischen venezianischen Boot, möglich.

Im August findet rund um die Festung der typische Palio delle Mura statt. Er beginnt mit der Parade der Ruderer auf den Kanälen um die venezianischen Festungen. Die Boote sind naturgetreue Kopien der Originale aus dem XVI. Jahrhundert. Es folgen dann verschiedene Wettkämpfe auf dem Wasser, die von musikalischen Live-Shows begleitet werden.


Credits: Maria Bosetti – maria.santiago18

2. Altstadt von Peschiera

Die gesamte Stadt ist vom Fluss Mincio umgeben, der in vier Kanäle aufgeteilt wurde. Sie wird mit dem Umland durch zwei blumengeschmückte Brücken verbunden, die ideale Objekte für tolle Bilder darstellen. Die einzigen Zugänge sind Porta Brescia, die sogenannte „porta di campagna“, im Westen und Porta Verona. Die letzte ist durch das Symbol der Republik Venedig, dem Löwen von San Marco, an der Fassade erkennbar. Er wurde von Napoleon, als Zeichen der Verachtung, nach dem Vertrag vom Campoformio und dem Fall der Republik Venedig, zerstört. Lange blieb die Fassade ohne den Löwen. Jetzt kann man ihn, dank der getreuen Rekonstruktion durch die Akademie delle Belle Arti von Verona, wieder bewundern. So hat man der Porta Verona wieder zu ihrem einstigen Glanz verholfen.

Wenn Sie im Zentrum von Peschiera del Garda spazieren gehen, können Sie die verschiedenen Festungsbeispiele der unterschiedlichen Epochen sehen, in denen Peschiera eine wichtige Rolle gespielt hat.

Auch während der napoleonischen und der habsburgischen Zeiten spielte Peschiera als Festung weiterhin eine wichtige Rolle. Ab 1800 wurde sie habsburgisches Bollwerk und Teil des Italienischen Verteidigungssystem “Quadrilatero”. Das Reich errichtete hier sein militärisches Quartier mit der Palleria Austriaca und der Artillerie Kaserne, die komplett restauriert wurde und jetzt öffentlich zugänglich ist. Hier liegt heute die Stadt-Bibliothek.

Beim Durchqueren des Catullo Parks können Sie außerdem die Kaserne Franciscus I. und den Offizier Pavillion sehen. Auf dem heutigen Ferdindando di Savoia Platz, einst “Waffenplatz”, errichteten die Österreicher das imposante bombenfeste Militärkrankenhaus, in seiner charakteristischen E-Form. Auf dem gleichen Platz, neben der San Martino Kirche, können Sie die römischen Überreste aus dem I.-IV. Jahrhundert nach Chr. sehen, die während einiger Ausgrabungen gefunden wurden.

Peschiera spielte auch eine wesentliche Rolle im Schicksal um den Ersten Weltkrieg. 1917 fand hier, im Kommando-Gebäude, heute Palazzina Storica, die Alliierten-Tagung statt. Man musste entscheiden, wie man auf die Niederlage von Caporetto reagieren sollte.

Unter den Dingen, die Sie in Peschiera del Garda erleben können, ist zweifellos die großartige und berühmte Voltoni Brücke, die den Canale di Mezzo überbrückt. Dieser Kanal durchquert die Altstadt und ist einer der Arme des Mincio.

Die Brücke, die an den fünf Bögen zu erkennen ist, ist der ideale Ort, um eine der charakteristischsten Eindrücke von Peschiera zu fotografieren.

Sie wurde im Jahr 1556 vom venetischen Amtsleiter, nach der Errichtung der Festung, erbaut. Gegenüber befand sich die feste Fischerei-Station, Pescarezzo genannt. Heute ist von diesen typischen Stationen für Peschiera nur ein letztes Zeugnis geblieben, das vom Lungolago Bonomi aus zu sehen ist. Sie wurde vor kurzem zum historischen Gedächtnis restauriert.

Anfang November jeden Jahres finden auf der Voltoni Brücke, zu Ehren des Schutzheiliges S. Martino, Feierlichkeiten statt. Das berühmteste und älteste Fest von Peschiera: dasVoltoni-Feuer. Während dieses Festwochenendes ist das Feuerwerk mit Musik, das auf dieser Brücke stattfindet, der ersehnte Höhepunkt.

Im Juli sind die Spiele auf dem Kanal ein anderes beliebtes folkloristisches Ereignis. Drei Tage im Zeichen von Spaß und ein bisschen Verrücktheit. Die Teilnehmer versuchen sich in komischen Tätigkeiten, wie das Rad-Tauchen und der Wettkampf mit lustigen Schlauchbooten auf dem Canale di Mezzo. Viel Spaß ist sicher.

Die Stadt ist noch heute Treffpunkt und Verbindungsort, und wird jedes Jahr von mehr als 50.000 Touristen besichtigt.

Man kann Peschiera und ihre wichtige Geschichte auf unterschiedliche Weise entdecken:

Während der Peschiera Walking Tour können Sie zu Fuß, begleitet von einem Stadtführer, durch die Stadt und die venezianische Festung gehen. Oder aber unabhängig mit einem Audioguide, der beim Infopoint verfügbar ist.

Wenn Sie die Tour bei der Porta Brescia beginnen, können Sie die wichtigsten Interessen-Punkte bewundern und haben einen wunderschönen Blick von den Bastionen.

Nicht zu verpassen ist das Fischerei- und Überlieferungs-Museum, das von der Vergangenheit von Peschiera, der großen Stadt am See, erzählt.

Unbedingt zu sehen in Peschiera sind der Lungolago Mazzini und Lungolago Garibaldi, wo Sie sich einen Spaziergang gönnen können. Die beste Art, die Schönheit des Sees zu genießen und unglaubliche Fotos zu machen.


Drei dinge die man in Peschiera del Garda sehen sollte
Credits: Franco Lanfredi

3. Fahrradweg entlang des Mincio

Als Drittes in Peschiera empfehlen wir Ihnen den Radweg, der die Stadt mit Mantua verbindet. Das ist eine großartige Strecke von 44 km, die sich entlang des Flussufers des Mincio entwickelt. Der Fluss trennt Venetien von der Lombardei.

Er ist meist flach und gut beschildert und ist einfach befahrbar von allen, Experten und Amateuren.

Besonders für Familien geeignet, da er entfernt vom Straßen-Verkehr liegt und in üppige Vegetation eingetaucht ist. Nur das Rauschen des Flusses begleitet Sie beim Radeln.

Man fährt auf die Piste bei Bastione Feltrin. Sie müssen sich rechts halten, nachdem Sie Brescia Tor und die Brücke überquert haben. Ein Schild zeigt den Anfang an und es stellt die ganze Strecke dar, die den üppigen Regional-Park des Mincio durchquert.

Borghetto sul Mincio

Die Route schenkt nicht nur ein angenehmes und ruhiges Radeln in der Natur, sondern führt Sie auch zu verschiedenen schönen Punkten von Interesse. Unter diesen lohnt sich sicher ein Zwischenstopp in Borghetto sul Mincio, das auf der Liste der “Borghi più belli d’Italia” aufgeführt ist. Das malerische Dorf wird von kleinen Wasserläufen durchquert und ist für seine Mühlen berühmt.

Der ideale Punkt, um tolle Bilder zu machen und einen besonderen Blick auf Borghetto sul Mincio zu genießen, ist ohne Zweifel die Visconteo Brücke. Die imposante Damm-Brücke aus dem 17. Jahrhundert wurde im Auftrag von Gian Galeazzo Visconti errichtet.

Valeggio sul Mincio

Das Dorf ist Teil der Gemeinde von Valeggio sul Mincio, einer eindrucksvollen kleinen Stadt, die Sie ganz in der Nähe an der Strecke finden. Sie wird von der Scaliger-Burg beherrscht und ist auch für ihre traditionellen und unnachahmlichen Tortellini von Valeggio berühmt. Wenn Sie gegen Mittag in der Nähe sind, müssen Sie unbedingt einen Teller Tortellini in einer der vielen typischen Trattoria des Ortes probieren!

In Valeggio liegt einer der schönsten botanischen Gärten Italiens und der zweite in Europa: der Parco Giardino Sigurtà. Der Park beherbergt hunderte Arten von Pflanzen und Blumen auf 600.000 Quadratmeter. Es ist möglich den Park mit dem eigenen Fahrrad zu betreten und Sie können eine Strecke von 10 Km, auf Wegen zwischen grünen Rasen, blühenden kleinen Seen und vielen Blumenbeeten, durchfahren. Außerdem gibt es einen interessanten Streichelzoo für Kinder, wo sie in Kontakt mit netten Farmtieren treten können.

Nach diesem eindrucksvollen Zwischenstopp zwischen Natur und Geschichte, geht die Radstrecke in Richtung Mantua weiter. Nachdem Sie den Naturpark des Mincio verlassen haben, sieht man den Horizont die Stadt von Mantua, mit seinen Türmen und Palästen. Ein See-System, das zur Verteidigung realisiert wurde, umfasst praktisch die ganze Stadt. Der Zugang zur Stadt ist unzweifelhaft stimmungsvoll. Eine Stadtbesichtigung des schönen Mantua ist sehr empfehlenswert, bevor Sie zurückfahren.

Castellaro Lagusello und Ponti sul Mincio

Auf der Rückfahrt können Sie verschiedene Umwege machen. Von Monzambano aus kann man das mittelalterliche Dorf Castellaro Lagusello, eingetaucht zwischen Moränenhügeln, mit seinem berühmten See in Herzform, erreichen. Oder man kann in Richtung Ponti sul Mincio fahren, einer kleinen Gemeinde mittelalterlicher Herkunft. Sie wird von einer schönen Burg beherrscht, von der man eine atemberaubende Aussicht hat.

Die Fahrradpiste, die Peschiera mit Mantua verbindet, ist Teil der europäischen Route Eurovelo7, die sich als Ziel gesetzt hat, Capo Nord auf Malta mit einer vollständigen Fahrrad-Strecke zu verbinden.

Unserer Meinung nach sind dies die drei wichtigsten Dinge, die in Peschiera zu erleben sind, aber es gibt auch viele andere!

Jeder Besucher, der in unsere Stadt kommt, verliebt sich in diesen besonderen Ort oder in seine Landschaft, die sich unsterblich in seiner Erinnerung oder in wunderbaren Fotos verewigen.

Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als diese Einzigartigkeit mit eigenen Augen entdecken!

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